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WAZ, 18.09.2017: Einmal ins Zauberland und zurück

WAZ, 18.09.2017: Einmal ins Zauberland und zurück

Eliot (Tiago Ferreira, links) begegnet in der Parallelwelt Feen und Fabelwesen. Foto: Biene Hagel

WAZ. „The Magical Mystery Trip Reloaded“ – auf eine wahrlich magische und geheimnisvolle Reise hat die inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Magic Academy am Samstag und am Sonntag das Publikum im Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule geschickt.

Einmal im Jahr veranstaltet der gemeinnützige Verein eine große Gala und kehrt dabei gleichsam zu seinen Wurzeln zurück. Vor mehr als zehn Jahren hatte Susanne Malik an der Waldorfschule an der Billerbeckstraße eine Zauber-AG mit damals drei Kindern gegründet. Daraus ist die erfolgreiche Academy geworden, die Teilnehmerzahl hat sich mehr als verzehnfacht.

Eingebettet in eine fantasievolle Handlung präsentieren die jungen Zauberkünstler erstaunliche Tricks, die die Zuschauer immer wieder in spontanen Applaus ausbrechen lassen. Der junge Eliot (Tiago Ferreira) landet auf der Suche nach dem Sinn des Lebens in einer skurrilen Parallelwelt, in der er vielen wundersamen Wesen begegnet, die ihm nicht alle freundlich gesonnen sind. Gleichzeitig landet eines der Wesen dieser Zauberwelt in der Realität. Nach vielen Abenteuern kehren beide zurück – mit ganz neuen Erfahrungen.

Zauberhaft wäre diese Aufführung auch schon ganz ohne Zaubertricks, denn Bühnenbild, Maske und Kostüme sind einfach wunderschön! Da tanzen die Amazonen mit ihren Speeren um ein Feuer (cool: Amazonenkönigin Lovis Schröder), Rapper verwandeln Bindfäden in Bling-Bling-Ketten. Die tumbe Blechbüchsenarmee unter dem Kommando von General Bratzo (Paul Babusch) stolpert auf der Suche nach Eliot durch das Zauberland. Kleine Drachen, Federwesen und Feuerkäfer beleben die Landschaften.

„Da steckt unglaublich viel Arbeit drin“, weiß Susanne Malik, die die schöne Schwarze Königin Hecate spielt, die ihren Mann Fürchtegott (einfach klasse: René Bechtold) zur Verzweiflung treibt. „Eltern, Schüler, freiwillige Helfer – hinter einer solchen Aufführung steht ein riesiges kreatives und fleißiges Team!“

Nachwuchssorgen hat der Wittener Verein, der sich inzwischen nicht nur in der gesamten Region, sondern sogar im Magischen Zirkel, der Verbindung der Zauberkünstler, einen Namen gemacht hat, nicht: „Viele Kinder sehen eine unserer Aufführungen und wollen dann gern mitmachen.“ So wie Joshua, Franka und Madeleine (alle neun Jahre alt), die zum ersten Mal dabei sind und in ihren Fantasiekostümen eifrig nicken: „Es macht echt Spaß!“

Schon länger dabei ist Joshua (12). Ist das Zaubern schwer? „Kommt darauf an“, erklärt der Nachwuchsmagier. „Es gibt leichtere und schwerere Tricks. Die schweren machen mehr Spaß!“ Als Fürst der Finsternis ist er heute in „Halloween Town“ unterwegs, ein echtes Highlight der Aufführung! Skelette, Kürbismänner und Vampire treiben ihr Unwesen, verdrehen sich gegenseitig die Köpfe, zerlegen Gerippe und verwandeln putzige weiße Häschen in gruselige Zombies. Richtig toll sind auch der verrückte Hutmacher, Humpty Dumpty und der weiße Hase, die äußerst seltsame Snacks zubereiten und auf wundersame Weise Drinks vermehren.

Petra und Wolfgang Walden, die mit Sohn Alexander im Publikum sitzen, sind begeistert: „So schön! Da steckt so viel Arbeit und Liebe drin! Im nächsten Jahr sind wir ganz sicher wieder dabei!“

Die Magic Academy Witten e.V. hat sich die hochwertige Förderung von zeitgemäßer und moderner Zauberkunst zum Ziel gesetzt. Jeder Interessierte kann teilnehmen, unabhängig von Wohnort oder Schule.

In den Räumen an der Sprockhöveler Straße Nr. 111 werden Kurse und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Umfangreiche Infos findet man auf der Homepage: www.magicacademy-witten.de

WAZ-Bericht von Cordula Rode

WAZ-Fotostrecke (Fotos: Biene Hagel)

WAZ, 04.10.2016: Magic Academy bietet Zauberei vom Feinsten

WAZ, 04.10.2016: Magic Academy bietet Zauberei vom Feinsten

Aufwändiges Weltraumabenteuer: 'Space Mission – mit dem Zauberstab durch die Galaxis' – so lautete der Titel der letzten Theatergala der Magic Academy. Engagierte Eltern hatten für die Kulisse sogar ein Ufo gebaut. Foto: Jürgen Theobald

WAZ. In Witten gibt es einen Verein, der sich der Zauberei verschrieben hat. Die Mitglieder der Magic Academy lassen Spielkarten aus dem Nichts erscheinen oder Kisten in der Luft schweben. Seit zehn Jahren zeigen sie ihr Können regelmäßig bei einer großen Gala – wie am letzten Wochenende in der Aula der Rudolf-Steiner-Schule. Dass die Zuschauer stets vor Begeisterung toben, der Saal aber trotzdem nie ganz gefüllt ist – Susanne Malik ahnt, woran das liegt.

Die 56-Jährige, die die Zauberschule leitet, weiß um die Vorurteile, denen sie immer wieder begegnet: „Viele Leute denken, da gehen ein paar Kinder auf die Bühne und führen ein paar Tricks vor.“ Von wegen. „Wir bieten anspruchsvolle Unterhaltung, die es in dieser Form sonst nirgends gibt“, sagt Malik. Warum sonst würde der Magische Zirkel von Deutschland regelmäßig in seiner Zeitschrift über die Academy berichten? „Und der Präsident des Zirkels nutzt DVDs von unseren Aufführungen sogar in Workshops“, erklärt die Zauber-Frau. Was die Wittener so einzigartig mache, das sei die Verbindung von Theater und Zauberei. Stets sind die Kunststücke, die Illusionen und Manipulationen – beileibe nicht bloße Tricks – in eine Handlung eingebettet, diesmal in ein Science-Fiction-Abenteuer. „Mit Musik und viel Technikschnickschnack“, sagt Malik.

Sie sitzt, umgeben von Totenköpfen, Fledermäusen, Spinnen und einer lästigen Fliege (die, wer weiß, vielleicht ja ein verzauberter Prinz ist) im Vereinsheim der Magic Academy an der Sprockhöveler Straße, dem früheren „Haus Pfalz“. Und ist noch ganz überwältigt von dem, was ihre Truppe da wieder geleistet hat. Nicht nur die Zauberkünstler und Darsteller – darunter übrigens Pastor Dirk Schuklat von der Martin-Luther-Gemeinde, der beim letzten Zugucken so begeistert war, dass er diesmal unbedingt mit auf die Bühne wollte. „Er war der intergalaktische Showmaster“, verrät Susanne Malik. Licht, Ton, Spezialeffekte – das alles liegt in Schülerhand. Maliks Dank gilt allen fleißigen Helfern, vor allem aber den Eltern der zauberwütigen Kids. Die sorgen nicht nur fürs Büfett oder verkaufen Karten. „Die haben mir ein ganzes Ufo auf die Bühne gestellt.“ Wochenlang hätten sie daran gearbeitet. Eine Mutter habe sich sogar zwei Wochen Urlaub genommen, um bei den Vorbereitungen zu helfen.

Susanne Malik ist fürs Drehbuch verantwortlich und führt Regie. Die Zauberei steckt ihr in den Genen. „Mein Vater war Zauberer.“ Nach ihm – Bert Smart – ist der Saal im Vereinsheim benannt. Doch die Tochter brauchte lange, bis sie ihm nacheiferte. Susanne Malik erinnert sich an den magischen Moment: Ihr Sohn lag im Herdecker Krankenhaus und um die Stimmung etwas aufzuheitern, zauberte sie kurzerhand für die schwerstkranken Kinder auf der Station. „Wenn ich daran denke, treten mir heute noch Tränen in die Augen.“

An der Rudolf-Steiner-Schule, die ihr Sohn – inzwischen 25 und Rapper – besuchte, gründete Susanne Malik eine Zauber-AG mit drei Kindern. Inzwischen sind es immer um die 30, die zur Magic Academy gehören. Darunter auch Kinder, die aus Herne, Hagen, Remscheid zum Unterricht erscheinen. Die Magie lernen, das könne jeder. Doch eine richtig gute Nummer, sagt Susanne Malik, die brauche eine Choreographie und Bühnenpräsenz. Und das ist harte Arbeit – keine Zauberei.

Wer die Magic Academy in Aktion erleben möchte, hat dazu an jedem zweiten Montag im Monat Gelegenheit – das nächste Mal also am 10. Oktober ab 19.30 Uhr im Vereinsheim an der Sprockhöveler Straße 111. „Trickreich“ heißt das Programm. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Dass die Zauberschüler der Magic Academy ordentlich was drauf haben, wird demnächst Tiago Amaral Ferreira, ein jugendliches Mitglied, unter Beweis stellen. Er nimmt in den Herbstferien an den Deutschen Jugendmeisterschaften der Zauberkunst teil.

WAZ-Bericht von Annette Kreikenbohm

WAZ, 27.12.2015: Weihnachtsgalerie „Auf und davon“ im Saalbau

WAZ, 27.12.2015: Weihnachtsgalerie „Auf und davon“ im Saalbau

Weihnachtsgalerie 2015

WAZ. Mit drei verschiedenen „Bildern“ hat sich die Weihnachtsgalerie Heiligabend im Saalbau beschäftigt. Die evangelische Martin-Luther-Gemeinde hatte zum 19. Mal dazu eingeladen. Auch in diesem Jahr blieb bei diesem ungewöhnlichen Gottesdienst kein Theatersessel frei.

Das Thema lautete „Auf und davon“ – es ging um Sehnsucht, Flucht, Neuanfang, Bewegung. Die Gala beleuchtete sehr unterschiedliche Facetten von Weihnachten. Dies wurde symbolhaft und überzeugend in Szene gesetzt. Pastor Dirk Schuklat und Sonja Schuklat moderierten, gaben immer wieder Denkanstöße.

Ein U-Boot auf Tauchstation

Als sich das Licht im Theatersaal verdunkelte, erklang eine Stimme: „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.“ Und dann begann ein Feuerwerk aus Musik, Gesang, Sketch, Zauberei und Kleinkunst. Mit einer Begeisterung, die alle Besucher ansteckte. Doch zurück zu den Bildern.

Bild Nummer eins zeigte ein U-Boot auf Tauchstation. „Abtauchen, suchen und neue Herausforderungen annehmen“ lautete die Botschaft. In einer kurzen Episode inszenierte die Besatzung, dass man durchaus Altes über Bord werfen und neue Wege gehen kann. Beendet wurde diese Szene mit „Über den Wolken“ von Reinhard Mey.

Das berühmte Kaninchen im Zylinder

Auf einer zweiten Staffelei war das berühmte Kaninchen im Zylinder zu sehen. Hier ging es um das Zaubern: „Etwas aus dem Hut zaubern, Neues annehmen, genau hinsehen und hinhören. Im Leben passiert viel, mit dem man nicht gerechnet hat.“ Junge Leute der „Magic-Academy“ setzten das Thema gekonnt in Bildern auf der Bühne um.

Drittes Motiv war das Foto einer Parkbank am Helenenberg. „Auf die lange Bank schieben“ steht darauf geschrieben. „Viele Menschen schieben ihr Leben auf die lange Bank. Aber eigentlich ist unser Leben nicht lang genug“, sagte Pfarrer Dirk Schuklat. „Deshalb dürfen wir uns nicht davonstehlen.“ Der jugendliche Rapper Shabaz MC zeigte den Gottesdienstbesuchern, dass er trotz Handicap etwas anpacken, verändern und mit Selbstvertrauen seinen eigenen Weg gehen kann.

Für einen Moment steht die Zeit still

„An Weihnachten sucht Gott die Menschen auf. Dann steht für einen Moment die Zeit still. Später sind alle wieder unterwegs – aber nicht mehr allein“, sagte Pfarrer Dirk Schuklat. So symbolisiert das Motto des Weihnachtsprojektes „Auf und davon“ ein bewegtes Leben. Auf und davon gehe die Gesundheit, die Jugend oder auch Arbeitsplätze. Das Leben sei eine ständige Suche, sagte der Geistliche. „Aber nur wer sich bewegt, gewinnt das Leben.“

WAZ-Bericht von Barbara Zabka

zur Fotostrecke der WAZ

Revierkind, 15.12.2015: Magische Momente in Wittens Magic Academy

Revierkind, 15.12.2015: Magische Momente in Wittens Magic Academy

Doctor Marrax zu Gast bei TrickReich

Bericht aus "Revierkind" - Das regionale Familienmagazin

Ein Junge schwebt scheinbar schwerelos auf der Bühne, ein Bindfaden verwandelt sich in eine Goldkette und aus dem Nichts erscheinen Tücher und Bälle und verschwinden wieder. Wer hätte gedacht, dass Hogwarts - die berühmte Zauberschule aus den Harry-Potter-Romanen - in Witten zu finden ist? Nun, ganz so groß wie Hogwarts ist die Zauberschule „Magic Academy“ dann doch nicht. Aber Zaubern lernen kann man hier trotzdem. Und zwar jeder – vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen.

Heute findet der monatliche Zauberabend „TrickReich“ statt, bei dem besonders die jüngeren Zauberschüler ihr Können unter Beweis stellen können. Ich nehme in einem der bequemen Ledersessel vor der Bühne Platz und bin nach wenigen Augenblicken wie gebannt. Der Zauberprofi Dr. Marrax aus Stuttgart ist zu Gast und führt durch das Programm. Nach einigen Tricks zum Aufwärmen kommen die wahren Stars des Abends auf die Bühne: die Zauberschüler.

Der 24-jährige Shabaz trennt und verbindet dicke Seile scheinbar nach Belieben ohne jegliche Knoten und lässt Bälle auftauchen und wieder verschwinden. Die 11-jährige Gloria bezaubert im blauen Glitzerkostüm und mit bunten Tüchern, die sich ohne ihr Zutun verknoten und die Farbe ändern. Die Brüder Vincent und Philipp albern herum und lassen nebenbei noch einen befreundeten Zauberschüler über die Bühne schweben. Tiago führt nicht nur magische Kartenkunststücke vor, sondern begeistert auch mit beeindruckenden Jonglierkünsten. Auch der momentan jüngste Schüler Jan lässt es sich mit seinen zehn Jahren nicht nehmen, den Zuschauer hinters Licht zu führen. Beim bekannten Hütchenspiel lässt er Bälle unter andere Hütchen wandern und hat am Ende sogar eine Limette unter einem der Becher.

Die Magic Academy Witten e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit Abenden wie diesem der qualitativ hochwertigen Förderung von moderner und zeitgemäßer Zauberkunst widmet. Entstanden ist der Verein vor einem halben Jahr aus der Zauber-AG der Rudolf-Steiner Schule in Witten. Diese war ursprünglich Teil eines Zirkusprojekts der Klasse von Shabaz. Seine Mutter Susanne Malik erzählt: „Ich habe das Zaubern von meinem Vater gelernt. Als es in der Klasse meines Sohnes dieses Zirkusprojekt gab, habe ich angeboten, eine Zauber-AG zu leiten. Denn Zauberer fehlten noch im Programm. Mit zwei interessierten Schülern haben wir dann begonnen. Damals noch bei uns zu Hause im Wohnzimmer.“ 

Heute hat die „Magic Academy“ 35 Mitglieder und eigene Räumlichkeiten in einer ehemaligen Gaststätte in der Sprockhöveler Str. 111. Neben dem Saal und der Bühne mit professioneller Beleuchtung und Tontechnik gibt es hier auch Übungsräume, der kleine Barbereich „Hexenkessel“ lädt zum Verweilen ein. Außerdem hat die „Magic Academy“ jetzt endlich Platz für die vielen Requisiten, Kostüme und Zauberutensilien. „Früher haben wir in der Schule geprobt und die Sachen in einem Container gelagert. Aber der ist irgendwann aus allen Nähten geplatzt“, erinnert sich Shabaz. So entschied die Schule, die neuen Räumlichkeiten anzumieten.

Ich darf sogar einen Blick in die Requisitenkammer und in das Lager für Großillusionen werfen. Und das, obwohl auf einem großen Schild steht „Zutritt nur für Zauberer und Hexen“. Hinter der Tür verbergen sich allerlei Kulissen und Zubehör für klassische Kunststücke wie die bekannte „Zersägte Jungfrau“ und viele weitere mysteriöse Kistchen und Kästchen. Da vieles davon sehr teuer ist, entschied man sich zur Gründung des Vereins, um die Zauberei auch finanziell möglich zu machen. 

Damit die Kunststücke der kleinen Zauberer auf der Bühne so gut gelingen wie heute Abend, muss viel geübt werden. Die „Magic Academy“ bietet deshalb regelmäßig Zauberunterricht und Workshops an. Dabei werden alle Sparten der Magie abgedeckt: vom Kartenkunststück über Mentalmagie bis hin zur Großillusion ist alles dabei. Dabei arbeitet der Verein eng mit seinem Dachverband, dem Magischen Zirkel von Deutschland zusammen. Im Rahmen des Lehrplans können Prüfungen abgelegt werden, die bei Bestehen mit einer Urkunde belohnt werden. Die Workshops sind auch für Nichtmitglieder geöffnet. Teilnehmen können alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die Interesse an der Zauberkunst haben. Die Kosten der Einzelbuchung belaufen sich auf 35 Euro, für Schüler und Studenten gibt es eine Ermäßigung auf 25 Euro. Übungsmaterial und Getränke sind im Preis enthalten. Eine ideale Gelegenheit, um in den Verein hineinzuschnuppern. Für Vereins-Mitglieder sind die Unterrichtsstunden im monatlichen Beitrag enthalten.

Und das Üben lohnt sich. Die Brüder Phillip (15) und Vincent (13) wollen bei den nächsten Meisterschaften dabei sein. „Irgendwann geht einem Zaubern einfach in Fleisch und Blut über“, erzählt Philipp. „Ich habe mich schon mehrmals dabei ertappt, wie ich beim Warten auf den Bus aus Langeweile Münzen hervorgezaubert habe.“ Vincent benutzt seine Tricks auch im Alltag: „Den ein oder anderen Streich kann man damit gut umsetzen. Aber es ist auch nervig, wenn mein älterer Bruder ständig Sachen verschwinden lässt und mich mit meinen eigenen Kunststücken austrickst.“ Neben allerlei verblüffenden Kunststücken lernen die Zauberschüler noch etwas: Die Gruppe versteht sich gut, die Teilnehmer stärken ihr Sozialverhalten und ganz nebenbei verbessern sie noch ihre motorischen und sensitiven Fähigkeiten. Aber nicht nur auf Fingerspitzengefühl und Geschicklichkeit kommt es bei der Zauberei an. „Besonders die Präsentation entscheidet über das Gelingen eines Tricks“, erklärt Susanne Malik, die den Unterricht noch immer leitet und besonderen Wert auf die Präsentationstechniken legt. Die vielen Auftritte vor Publikum helfen den Kindern, sich geschickt und souverän vor Menschengruppen zu bewegen. „Man gewinnt an Selbstbewusstsein, selbst wenn man vorher eher schüchtern war“, bestätigt Shabaz.

Als ich mich nach der Show noch mit den Zauberern unterhalte, merkt man, wie gern sie ihrem Hobby nachgehen. Ständig werden mir Münzen aus dem Ohr gezogen und scheinbar habe ich unendlich viele Schaumstoffbälle in meiner Tasche gehabt, von denen ich nichts wusste. Tiagos Kartentricks habe ich bis zum Ende nicht durchschaut und Shabaz kann meine Gedanken lesen. Wie sie das gemacht haben, wird aber natürlich nicht verraten. Aber genau darin liege ja der Zauber, verrät Inge Brüggemann, die Mutter von Vincent und Phillip. Obwohl sie selbst zaubert, verschließt sie bei einigen Tricks ihrer Söhne die Augen, um nicht dahinter zu kommen.

Dass der „TrickReich“- Abend nicht nur eine Aufführung, sondern auch ein Treffpunkt für Magier und Zauberer aus der Umgebung ist, zeigt sich schnell. Denn auch viele Zuschauer entpuppen sich nach der Show im „Hexenkessel“ plötzlich als waschechte Zauberer. Da entzünden sich spontan Portemonnaies und vor meinen Augen verwandelt sich ein Stück Papier zunächst in einen echten 20-Euro-Schein und dann in einen 50-Euro-Schein. Wie hat er das gemacht? Das will ich auch können! Vielleicht lerne ich es ja bei einem der nächsten magischen Workshops.

Text und Foto von: Bettina Fischer

Das bietet die „Magic Academy“

Der Unterricht findet wöchentlich zu festen Terminen statt, die Workshops in der Regel samstags von 10.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Die Anmeldung, weitere Informationen und alle genauen Termine finden Sie unter www.magicacademy-witten.de. Immer am zweiten Montag im Monat findet der Zauberabend „TrickReich“ statt. Beginn ist 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Einmal jährlich findet die große Zaubergala statt, an der alle Zauberschüler teilnehmen. Die Bühnenshow umfasst unzählige Tricks. Von Klassikern wie der „zersägten Jungfrau“ bis hin zu schwebenden Tischen ist alles geboten.

RN, 15.03.2013: Magic Academy pflegt die hohe Kunst der Zauberei

RN, 15.03.2013: Magic Academy pflegt die hohe Kunst der Zauberei

Shabaz Malik (links) und Tray Quoc Voong gehören zu den Zauberern der ersten Stunde der Magic Academy, die seit 2010 an der Sprockhöveler Straße beheimatet ist. (Foto: Christian Lukas)

Ruhr Nachrichten. Zauberei an der Sprockhöveler Straße. In der ehemaligen Gastwirtschaft Pfalz ist bereits seit 2010 ein magischer Kreis beheimatet: Die Magic Academy.

Da wird gezaubert - und das auf einem teils hohen Niveau. Denn aus einer Schul-AG ist inzwischen ein eigener Verein mit eigenen Räumen und einem beachtlichen Repertoire geworden.

„Alles fing 1999 an, als mein Sohn auf die Rudolf-Steiner-Schule kam“, erinnert sich Susanne Malik (Foto). An der Schule gab es einen eigenen Schulzirkus – ohne Zauberer. „Mein Vater war Zauberer. Nicht professionell, aber er hat viele Auftritte absolviert. Er hat immer an neuen Tricks gearbeitet, und er hat mich von Kindesbeinen an an die Zauberei herangeführt. Ich wunderte mich also, warum es keinen Zauberer beim Zirkus gab und bot an, eine Zauber-AG zu leiten.“

Was als kleine Arbeitsgemeinschaft seinen Anfang nahm, entwickelte sich zu einem Selbstläufer. Zunächst gab es für die Utensilien der angehenden Zauberlehrlinge einen Schrank an der Schule. Aus dem wurde jedoch schon bald ein Container. Und als 2006 das erste große Event auf der Bühne stattfand – „Frogwarts“ betitelt – platzten AG und Container bereits aus allen Nähten. 2010 erfolgte der Umzug in die ehemalige Wirtschaft, wo inzwischen viermal pro Woche geübt wird. Vom Anfänger bis zum sehr fortgeschrittenen Nachwuchszauberer reicht die Bandbreite.

30 Mitglieder umfasst die Akademie, vom Schüler bis zum Erwachsenen. „Die Akademie steht natürlich allen Interessenten offen, nicht nur den Schülern der Rudolf-Steiner-Schule. Dort sind wir entstanden, wir haben eine sehr enge Bindung. Willkommen aber ist jeder, der Spaß an der großen Illusion hat.“ Darum geht es schließlich: um eine große Illusion. „Ein wirklich guter Zauberer“, spricht Susanne Malik aus dem Nähkästchen, „ist immer auch ein guter Schauspieler. Er oder sie verbreitet die Illusion des Zauberns durch den Auftritt. Gelingt es mir, das Publikum in Bann zu schlagen? Bin ich ein guter Manipulator?“

Sechs große Shows hat die Magic Academy bislang absolviert, sie gehört zum Magischen Zirkel Bochum-Witten – eine Vereinigung von Illusionisten und Zauberern aus der Region, die ihrerseits einer bundesweit agierenden Dachorganisation angehört. Einmal im Monat lädt die Akademie zur Offenen Bühne an die Sprockhöveler Straße 111 ein.

„Trickreich - der magische Abend in Witten“ findet jeden zweiten Montag ab 19.30 Uhr in den Räumen der Magic Academy statt. Knapp 30 Zuschauer kann der Vorführsaal fassen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Christian Lukas

WAZ, 25.11.2012: Magie mit Gänsehaut-Garantie

WAZ, 25.11.2012: Magie mit Gänsehaut-Garantie

Die „Magic Academy“ der Rudolf-Steiner-Schule schaffte es bei ihrer sechsten Gala wieder, das Publikum mit einer spannenden Geschichte zu begeistern. Foto: Barbara Zabka

WAZ. Jugendliche wurden geknebelt, gefesselt und enthauptet. Was in der Rudolf-Steiner-Schule passierte, war mitunter gruselig anzusehen. Bei ihrem Stück „Nachts im Zaubermuseum“ haben die Schüler der „Magic Academy“ ihr Publikum in eine Welt voll magischer und gefährlicher Abenteuer entführt und zugleich ein großes Repertoire an Zaubertricks gezeigt: Von den Klassikern – Dinge verschwinden und Tische durch den Saal fliegen zu lassen – bis hin zu schauderhaften Folterpraktiken.

In einer Szene etwa geraten die Jugendlichen in die Gewalt von Hexen. Schrill kichernd befreien die mittelalterlichen Schwarzmagierinnen einen Schüler nach dem anderen aus den Fesseln, nur um ihnen dann die Köpfe umzudrehen oder gar vom Körper abzutrennen. Zwar blieben selbstverständlich alle Magier auf der Bühne unversehrt. Dennoch warteten die kleinen Zaubergäste während der Szene lieber vor der Saaltür.

So gar nicht schaurig sind die Fähigkeiten der Schüler der „Magic Academy“. Den Großteil ihrer Zauberkunststücke bleiben dem Zuschauer bei der sechsten Zaubergala rätselhaft. Wie die Profis lassen sie Karten und Bälle aus dem Nichts auftauchen und ziehen Blumen aus Kartons, die vorher leer gewesen sind. Aber damit nicht genug – selbst Menschen zaubern die Jugendlichen auf die Bühne, als wäre es das Einfachste der Welt.

Während einige Zaubereinlagen die einzelnen Szenen umrahmen, bereichern viele Tricks auch die Geschichte selbst, die schließlich in einem magischen Museum spielt. Das Amulett dreier Schüler löst dort einen Fluch aus und erweckt nicht nur freundliche magische Wesen der Vergangenheit. Bei der spannenden Odyssee steht dann nicht nur das Schicksal der Kinder, sondern der ganzen Welt auf dem Spiel.

Zauberlehrerin Susanne Malik hat sowohl beim Drehbuch als auch bei der Inszenierung viel Kreativität bewiesen. Sehr geschickt wird in der Eingangsszene die Weitergabe des Amuletts von einer Generation zur nächsten gezeigt. Hinter einem weißen Tuch reicht es immer ein Schüler im Gehen einem anderen. Dazu erzählt eine Stimme aus dem Off die einzelnen Geschichten der Vererbungen, was wegen der vielen Ähnlichkeiten sehr amüsant klingt.

„Wir sind alle sehr stolz auf die Kinder,“ sagt eine Gruppe von Eltern, die im Publikum sitzt. Einig sind sie sich aber auch darüber, dass viel zu wenig Zuschauer zur Gala gekommen sind.

WAZ-Bericht von Cindy Riechau

WAZ, 16.10.2011: Magische Gala verzauberte die Zuschauer

WAZ, 16.10.2011: Magische Gala verzauberte die Zuschauer

Zaubergala in der Rudolf Steiner Schule. Das Foto zeigt eine Zauberszene aus Fluch der Karibik. Foto: Arne Poll, WAZ Fotopool

Zwei Stunden lang wurden die Besucher in eine farbenfrohe, zauberhafte Welt entführt. Die Magic-Academy der Rudolf Steiner Schule hatte am Samstag und Sonntag zur fünften Zaubergala geladen.

Rund 150 Besucher kamen zur Premiere am Samstag. Wer eine bloße Aneinanderreihung von kleinen Tricks erwartet hatte, sah sich getäuscht: Durch die Bank lieferten die Schüler-Zauberer eine höchst unterhaltsame Vorstellung mit verblüffenden Tricks ab, die noch dazu in eine witzige Rahmenhandlung verpackt waren.

„TV Totalitär“ war der Name der Geschichte, in der ein abgedrehter Professor, dargestellt von Direktor Uwe Weiler, sich ins Fernsehen beamen will, um die Welt zu beherrschen. Doch das Experiment misslingt, und statt seiner landen vier Jugendliche im TV und werden live Zeugen und Darsteller unterschiedlicher Sendungen und Filme.

Als „Waldorf-Delegation“ sind sie zunächst Gast bei Harry Potter. Hier zeigten Zauberschüler der ersten Klassen ihr Können, ließen Tücher, Girlanden und Wecker aus scheinbar leeren Röhren auftauchen. Um ihren Schmuck beraubt wurde die Delegation dann von Jack Sparrow und seiner Mannschaft beim „Fluch der Karibik“. Zu allem Überfluss ließen die Piraten den Schmuck anschließend auch noch komplett verschwinden.

Weitere Stationen waren die „Sesamstraße“, die Kochshow „Das defekte Promi-Dinner“, „Wetten dass“, „Alice im Wunderland“ oder die Casting-Show „Germany’s next Top Magician“. Dabei zogen die Darsteller alle Register. Unzählige Flaschen und Gläser wurden herbeigezaubert, Kugeln, Stäbe und Tücher schwebten über die Bühne und schienen die Gesetze der Schwerkraft ad absurdum zu führen.

Wie Karten aus dem Nichts auftauchen können, zeigte Julian Frerich als „Hans Klok“ in Perfektion. Die weibliche Population der Schule wurde zurückgeschraubt, indem mehrere Jungfrauen zersägt, durchstochen oder gevierteilt wurden. Doch zum Glück für die jungen Damen entstiegen sie zum Ende der Zaubernummern allesamt unversehrt ihren Gefängnissen.

Auch Showeinlagen durften nicht fehlen, wie die Live-Darbietung von Metallicas „Nothing else matters“, umgesetzt von Jannis Falk und Börje Meybauer mit zwei E-Gitarren, oder eine sehenswerte Tanzeinlage à la „Bollywood“. Als „Running-Gag“ tauchte immer wieder der „Terminator“ auf, den der abgedrehte Professor auf die Waldorf-Delegation gehetzt hatte. Doch am Ende siegte das Gute, und der Professor bekam seine gerechte Strafe: lebenslänglich Dschungelcamp.

Unterm Strich genoss das Publikum zwei magische Stunden: bezaubernd und zauberhaft, – also einfach klasse.

WAZ-Bericht von Walter Demtröder

WAZ, 19.06.2011: Bezaubernde Jugendliche

WAZ, 19.06.2011: Bezaubernde Jugendliche

Eine Magic Academy-Präsentation fand in Witten am 18.06.2011 statt; angehende Zauberer konnten ihr Können unter Beweis stellen. Foto: Walter Fischer / WAZ Foto Pool

Hokuspokus Fidibus, Abrakadabra und Simsalabim - mit diesen Sätzen verbindet man Magie. Die Schüler der Zauber-AG „Magic Academy“ der Rudolf-Steiner Schule zeigten nach einem dreimonatigen Kurs nun, was Magie für sie bedeutet.

Vier Ringe hat der zwölfjährige Ole in der Hand. Wie von Zauberhand verschmelzen die geschlossenen Metallringe zu einer Kette und fallen wieder auseinander, scheinbar ohne jede technische Hilfe. Bei der Magie kommt es vor allem auf die Präsentation an und darauf, den Blick des Zuschauers weg von dem Trick zu lenken. „Da muss man viel üben und sich immer wieder verbessern“, erklärt Ole. Seit zwei Jahren zaubert er und überlegt sich immer neue Nummern. „Ich übe auch immer zuhause, weil meine Mama gerne Privatvorführungen hat“, meint der Zwölfjährige.

15 Kinder und Jugendliche nahmen an dem dreimonatigen Kurs teil und bereiteten sich auf die Aufführung vor. Fünf Kursleiter unterstützten die Schüler während ihrem Training und gaben ihnen Tipps, um sich zu verbessern. darunter auch Michael Müller, der 1. Vorsitzende des Magischen Zirkels Bochum-Witten. Er weiß, warum die Jugendlichen sich mit der Zauberei beschäftigen: „Wenn man sich einmal mit dem ,Bazillus Magicus’ infiziert hat, kommt man nicht mehr davon los. Man wird sozusagen verzaubert.“

Zweimal die Woche übten die Jugendlichen in den Räumen der Magic Academy ihre Tricks. Dabei probierte jeder einmal alles aus. Erst später spezialisierten sich die Schüler. Die Requisiten für den Kurs sind alle gesponsert. Das Ziel der Magic Academy ist es, neuen Nachwuchs für den Magischen Zirkel zu finden. Allerdings muss man für die Aufnahme eine Prüfung ablegen. „Schließlich kommt man dann in den inneren Kreis der Eingeweihten. Das darf nicht jeder“, meint Müller. Auch Ole möchte bald in den Zirkel. Sein Freund Pascal ist mit seinen elf Jahren noch zu jung für den Zirkel. Denn in den inneren Kreis darf man erst ab zwölf Jahren.

Trotzdem kann der Elfjährige schon einiges. Mit viel Charme bezaubert er das Publikum, indem er Schwammbälle aus Ohren hervorzaubert und die Bälle wandern lässt, ohne sie zu berühren. Für die beiden Jungs ist es wichtig, dass sie noch dazulernen und sich verbessern. Susanne Malik, Leiterin der Zauber AG betont: „Viele Menschen unterschätzen die Zauberkunst und die Arbeit dahinter. Die Kinder müssen viel leisten.“

WAZ-Bericht von Franziska Bombach

WAZ, 05.06.2011: Zaubern ist keine Hexerei

WAZ, 05.06.2011: Zaubern ist keine Hexerei

Eine Magic Academy-Präsentation fand in Witten am 18.06.2011 statt; angehende Zauberer konnten ihr Können unter Beweis stellen. Foto: Walter Fischer / WAZ Foto Pool

Harte Arbeit und keine Hexerei ist die Zauberei: Das haben die Schüler erfahren, die beim Projekt „Magie statt Mattscheibe“ der Magic Academy mitgemacht haben.

Was sie gelernt haben, zeigen sie am Tag der offenen Tür dieser besonderen Bildungseinrichtung am Samstag, 18. Juni.

RWE hat das Projekt mit 900 Euro gefördert. „Dafür haben wir Zaubermaterial gekauft, Kupferbecher für Spiele, Bälle, Seidentücher. Das ist alles sehr teuer“, sagt Susanne Malik von der Academy, die hervorgegangen ist aus der seit elf Jahren bestehenden Zauber-AG der Rudolf-Steiner-Schule Witten. Seit einem Jahr wird nicht mehr dort, sondern in einer Ex-Gaststätte an der Sprockhöveler Straße 111 das Zaubern vermittelt. Eine Bühne gibt es hier mit Backstage-Bereich, Kostüme, Zaubermaterial. In einer Ecke im Ex-Kneipenbereich - im heutigen Hexenkessel - parken Besen. Die Kurse und Workshops sind offen für alle. Lernen können die Teilnehmer auch mittels Videoanalyse.

Überhaupt hat sich im vergangenen Jahr viel getan: Denn jetzt gibt es auch einen magischen Zirkel in Witten. „In Bochum gibt es einen solchen Zirkel seit 21 Jahren, wir hatten auch immer Wittener Mitglieder. Die Kooperation mit der Academy hatte sich zunehmend verstärkt, darum haben wir uns jetzt zum magischen Zirkel Bochum und Witten zusammengeschlossen, einer Interessengemeinschaft für anspruchsvolle Zauberei. Wir arbeiten professionell, aber nicht hauptberuflich“ , sagt Michael Müller, Vorsitzender des Magischen Zirkels Bochum und Witten.

Wer aufgenommen werden möchte, muss eine Aufnahmeprüfung bestehen. „Die besteht aus einem eigenen Programm sowie Fragen zu Theorie und Geschichte der Zauberei“, sagt Shabaz Malik, der noch an der Prüfung feilt. Etwa 20 Mitglieder hat der Zirkel. Die bringen sich auch ehrenamtlich ein in die Magic Academy, geben Kurse und Workshops.

Die Kooperation mit RWE entstand durch Sascha Reuter. „Ich arbeite bei einem Tochterunternehmen von RWE, bei Amprion. Das Unternehmen fördert mit dem Companius-Projekt gesellschaftliches Engagement von Mitarbeitern.“ Ziel der Workshops mit 15 Schülern im Alter von zehn bis 16 Jahren, die sich seit März zehn Mal für vier bis fünf Stunden trafen, war es , deren Fingerfertigkeit zu schulen. „Sie sollen nicht einfach nur irgendwie einen Knopf drücken, sondern ihre Motorik schulen, den Umgang mit dem Publikum, die Kunst des Ablenkens lernen. Soziale Kompetenzen erwerben sie in den Workshops, lernen viel über Psychologie“, erklärt Reuter, der sich selbst auf Kartenzauberkunststücke spezialisiert hat. Begeistert waren die Zauberlehrlinge bei der Sache: „Sie haben knüppelhart bei schönstem Wetter geübt“, freut sich Müller.

Und sie wissen nun: Einfach nur mit „Hex, hex“ wie bei Bibbi Blocksberg ist es bei der Zauberei nicht getan. Und so düster wie teils bei Harry Potter geht es in der Magic Academy auch nicht zu. Außerdem sprechen die hiesigen Zauberer nicht gerne von Tricks. Was sie bieten, sind Zauberkunststücke. Ein solches zu erlernen, „dauert vielleicht nicht immer unbedingt lange, aber es so zu präsentieren, dass es magisch wirkt, dauert manchmal Jahre“, so Müller.

Ohne Sponsoren kommt die Magic Academy nicht aus. Ostermann engagiert sich, spendete Stühle, übernimmt einen Teil der Miete. „Das könnte die Schule sich hier sonst nicht leisten“, so Susanne Malik. Doch noch fehlt auch manches. Ein Beamer fürs Close-Up-Zaubern fehlt. Dabei geht der Magier von Tisch zu Tisch, arbeitet interaktiv. Das könnte dann auf Leinwand übertragen werden. Eine Kostprobe dieser Zauberart gibt es ebenfalls am Tag der offenen Tür.

Magic Academy und Zirkel blicken in die Zukunft: Geplant sind regelmäßige Vorführungen - nicht nur von eigenen Leuten, sondern auch von hauptberuflichen Zauberern. So gastiert vom 14. bis 16. Juni Doctor Marrax in der Schule.

Und wer weiß: Dass die Schließung der A40 im Kulturhauptstadt-Jahr die Menschen magisch anzog, lag vielleicht auch daran, dass die hiesigen Zauberer mit einem Tisch dabei waren ...

WAZ-Bericht von Liliane Zuuring

RN, 03.10.2010: Eine Schule für junge Zauberer

RN, 03.10.2010: Eine Schule für junge Zauberer

Junge Zauberlehrlinge in Aktion: Fast wie Harry Potter. (Danielle Ebers)

Ruhr Nachrichten. Hogwarts in Witten – 30 Zauberlehrlinge brüten in der Ruhrstadt ganz offiziell ihre Tricks aus. Die Zauberschule der Magic Academy hat neue Räume bezogen.

Ein Tisch hebt ab, plötzlich tauchen Gegenstände auf und ein Schwert „steckt“ im Hals eines Kindes. All diese unfassbaren Dinge zeigte die Magic Academy der Rudolf Steiner Schule am Samstag zur Eröffnung ihrer neuen Räume an der Sprockhöveler Straße 111.
Seit z

ehn Jahren schon werden Kinder in der Zauber AG von Susanne Malik mit den Geheimnissen der Zauberer vertraut gemacht.

„Es macht Spaß hinter die Kulissen der Magie zu schauen und ich lerne tolle Tricks“, erklärt Jan Schebaum (12) zu seinem Leben als Nachwuchszauberer. Und jetzt können Jan und all die anderen Mitglieder von neun bis 19 Jahren im Proben-und Requisitenraum der neuen Schule ihre Auftritte vorbereiten.

Zur Eröffnung gab der mittelalterlichen Dr.Marrax, ein Profi-Zauberer, Kostproben seines Könnens. Gerhard Matheis alias Dr. Marrax brachte in seinen Vorstellungen viele Kinderaugen zum Leuchten, als er aus „Papa“ und „Mama“ Stoffhasen-Babies für die Besucher zauberte.

Ab jetzt sind die Pforten der Zauberkunstschule für jedermann geöffnet, um die Grenzen zwischen Realität und Magie zu erkunden.“ Die jungen Künstler können für Auftritte gebucht werden, damit sie ihre Talente auch präsentieren könne.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Danielle Ebers

WAZ, 14.03.2010: Zauberhafte Schulklasse

WAZ, 14.03.2010: Zauberhafte Schulklasse

Die „Magic Academy” der Rudolf-Steiner-Schule schlug die Besucher ihres 10-jährigen Jubiläums in den Bann - und ließ am Ende sogar die Lehrerin verschwinden.

Vorhang auf für die Magic Academy der Rudolf-Steiner-Schule - und das immerhin schon seit rund zehn Jahren. Am Samstagabend feierten die Zauberschüler ihr Jubiläum mit einer

Best-Of-Show in der Werkstadt. Zahlreiche Gäste fanden den Weg in den großen Saal an der Mannesmannstraße und applaudierten begeistert.

Shabaz begeisterte mit der Königsdisziplin der Magie, der Manipulation. Immer wieder ließ er kleine Gummibälle zwischen den Fingern erscheinen und verschwinden. „Diese Nummern erfordern die meiste Übung", so die Zauberlehrerin.

Auch Torben beeindruckte mit seiner Fingerfertigkeit im Umgang mit den Bällen und zudem überzeugte er als smarter Moderator, der zusammen mit Tarek durch die Show führte. Dabei erinnerte der 18-jährige Torben ein wenig an den sympathischen Matthias Rauch, dem deutschen Meister der Zauberkunst. Gespielt verlegen, immer im Gespräch mit dem Publikum und trotzdem konzentriert auf seine Zauberkünste ließ er zusätzlich Tische schweben und bastelte aus Papierschnipseln eine Badehaube.

Am Samstag auf der Bühne war auch Teamwork gefragt. Wenn zum Beispiel Jonathan und Tarek ihre Lehrerin in einem Korb verschwinden lassen, diesen mit Schwertern durchbohren und sie wieder in einem Stück hervorzaubern.

WAZ-Bericht von Melanie Pohle

WAZ, 12.03.2010: Zaubershow in der Werkstadt

WAZ, 12.03.2010: Zaubershow in der Werkstadt

Zaubergala in der Rudolf Steiner Schule. Das Foto zeigt eine Zauberszene aus Fluch der Karibik. Foto: Arne Poll, WAZ Fotopool

Die Kiste, in die die 16-Jährige Tamina hineinsteigt, wird zusammengefaltet und anschließend von Schwertern durchstochen. Doch Tamina kommt unversehrt wieder zum Vorschein. Da ist Magie im Spiel. Und die will geübt sein.

Seit zehn Jahren schon bildet Susanne Malik, Lehrerin an der Rudolf-Steiner-Schule, Schüler zu kleinen Zauberern aus. Am Samstag um 20 Uhr präsentiert ihre Gruppe „Magic Academy” die Highlights der letzten Jahre in der Werkstadt.

In ihrer Show „It's magic” werden die jungen Künstler nicht nur sich selbst verschwinden lassen: „Von der Schwebenummer bis zur Großillusion ist alles dabei”, so die Zauberlehrerin, die das Projekt 1999 ins Leben rief. „Damals fing ich mit drei Schülern an und wir übten in meinem Wohnzimmer. Heute sind es 28”, erinnert sich die 49-Jährige. Der pädagogische Gedanke sei ihr wichtig, sagt die Lehrerin: Denn ein Zauberer kann toll sein, auch wenn er beim Rechnen nicht der Beste ist.

Besonders stolz sind die Rudolf-Steiner-Schüler des dritten bis zwölften Jahrgangs auf ihre „Manipulationen”, die als Königdiziplin bei den Magiern gelten: „Man verbirgt dabei Dinge in der Hand, dies erfordert viel Fingerspitzengefühl”, erklärt Lehrerin Susanne Malik. Geschick braucht auch Torben für seine Kunststücke. Der 18-Jährige ist mit der Schule schon fertig, der Gruppe aber treu geblieben. Er beeindruckt u.a. mit dem Feuerspiel. Shabaz (19) hingegen bringt den Klassiker der Zauberei: das Ringspiel. Dabei ent- und verkettet er Stahlringen in seiner Hand.

Ihr Vater brachte Malik die ungewöhnliche Leidenschaft für die Magie näher. Er war selbst Zauberer und gab ihr das Wissen und die Requisiten weiter. „Von den Einnahmen der rund 15 Auftritte im Jahr können wir weitere neue Zauberrequisiten kaufen, zum Beispiel auf Zauberflohmärkten”, so die Pädagogin. Die Gruppe hat viel zu tun: „Manchmal werden wir schon Monate im Voraus gebucht”, so Malik. Und jedes Jahr vor den Herbstferien finde die traditionelle Zauber-Gala an der Schule statt: „Dann haben die Schüler Gelegenheit, ihre neu eingeprobten Kunststücke zu präsentieren.”

WAZ-Bericht von Alessa Heuser

 

RN, 21.09.2008: Magisches und Mörderisches mit Zauberschülern

RN, 21.09.2008: Magisches und Mörderisches mit Zauberschülern

Zaubergala - ein etwas anderer Krimi in der Rudolf-Steiner-Schule. Inszeniert von Schülern,Eltern und Lehrern. (Foto: Zabka)

Ruhr Nachrichten. "Zauber-Gala" hieß das magische Programm, das am Wochenende über die Bühnenbretter der Rudolf-Steiner-Schule "glitterte". Es war die dritte "Große Zaubergala" an der Schule, an der mehr als 20 Schüler der Klassen sechs bis elf aktiv beteiligt waren. Das Lampenfieber vor der Premiere war groß.

Seit Monaten üben und proben die jungen Leute gemeinsam mit ihrer Lehrerin Susanne Malik. In der Anfangsphase einmal wöchentlich. In den letzten beiden Wochen täglich - bis spät abends. "Das war Knochenarbeit. Manchmal leider zum Leidwesen der Eltern", so Susanne Malik. Aber die Mühe hat sich gelohnt.

Als der Vorhang "fiel", waren alle Ängste der Nachwuchs-Schauspieler wie vom Winde verweht. Und dann ging die Post ab. Eine Super-Show mit Licht- und Ton-Effekten faszinierte die Gäste. Übrigens von den Schülern selbst inszeniert. Sie saßen "in der Technik".

Die Story des "Magischen Krimis in Las Vegas" ist schnell erzählt. Während der Show im großen Theater geschieht etwas Unfassbares. Ein Mord. Detective Smith und sein Team wollen die Show abbrechen. Doch: "The Show must go on!" Diskret ermitteln sie bis zum finalen Showdown. Eifersucht und Eigennutz - die Bardame wird als Mörderin entlarvt. Die Aufführung bietet alles, was ein spannender Krimi fordert: Spannung, geheimnisvolle Verdächtige, Liebe, Intrige und Eifersucht.

Das Drehbuch zur Story hat "Zauberlehrerin" Susanne Malik selbst geschrieben. Mit den jungen Leuten immer wieder diskutiert. Hier und da geändert, aktualisiert, aufgepeppt. "Sie waren alle mit Feuereifer bei der Sache", freut sich die Pädagogin. Bei Vorbereitungen und Proben jeglicher Art. Dazu gehörte nicht nur die Dramaturgie, sondern auch der Entwurf des dunkelblau-goldenen Bühnenbildes mit Laufstegen und Podesten. Auch die Kostüme entstanden weitgehend in Eigenregie. Die Aufführung war ein Super-Erfolg - der mit Sicherheit die kleinen Künstler zum Weitermachen anstacheln wird.

Die Zauber-AG an der Rudolf-Steiner-Schule besteht seit etwa neun Jahren. Sie wurde gegründet von Susanne Malik, Mitglied des "Magischen Zirkels" in der Ruhrstadt. Etwa 20 Kinder - im Alter von 11 bis 17 Jahren - üben wöchentlich in diversen Kleingruppen "zauberhafte" Kunststücke ein. Susanne Malik möchte in diesen Arbeitsgruppen den jungen Menschen Geschicklichkeit, Konzentration und Teamgeist vermitteln. Verantwortung, Disziplin und Selbstständigkeit kommen dabei auch nicht zu kurz. Ganz nach dem Motto: "The Show must go on!"

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Barbara Zabka

 

 

 

Ruhr Nachrichten, 21.09.2012

WAZ, 19.09.2012

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WAZ, 20.09.2006

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